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Lohngefälle zwischen Frauen und Männern beseitigen 30.05.2008

Zu viele Frauen bleiben nach Meinung vieler Berufsexperten beim beruflichen Aufstieg auf einer unteren Ebene stehen. Jetzt soll ein von der Bundesregierung initiiertes Programm unter dem Titel „Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt stärken“ für Abhilfe sorgen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion freut sich: „Endlich werden erste Schritte erkennbar, um die gravierenden Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu bekämpfen“, heißt es in einer Pressemeldung der Fraktion. Der rechtlichen Gleichstellung von Frauen im Berufsleben müsse die tatsächliche Gleichstellung bei Entgelt und Aufstiegschancen folgen.

Ungleichheiten im Lohnniveau gibt es beim Personaldienstleister step2step nicht. Das Bonner Unternehmen zahlt nach Tarif und der orientiert sich an der Qualifikation nicht an dem Geschlecht. Geschäftsführer Norbert Wrede hält es deshalb für wichtig, dass Männer und Frauen für ihre Arbeit entsprechend entlohnt werden, gleich welchen Geschlechts sie angehören. „Wir dürfen hier keine unterschiedlichen Klassen in der Arbeitswelt fördern. Bei uns ist es selbstverständlich, dass Männer und Frauen für den gleichen Job auch das gleiche Geld verdienen.“

Die Einführung des Elterngeldes und die Finanzierung von Kinderbetreuungsangeboten für kleine Kinder seien wichtige Instrumente für junge Eltern, um schnell wieder die berufliche Tätigkeit aufzunehmen und mit der Familie in Einklang zu bringen, betont die CDU/CSU. Die Generation der jungen Eltern werde deshalb im Lebensverlauf deutlich bessere Einkommensperspektiven realisieren können.

Jetzt komme es darauf an, die Mütter und Väter in den Blick zu nehmen, die mitten im Beruf stehen und gleichzeitig die Familie managen. Ihre Kenntnisse und Leistungen müssen noch intensiver genutzt werden. Der deutschen Wirtschaft entstehen durch den Mangel an Fachkräften schon heute Verluste in Höhe von 18,5 Milliarden Euro. Zu viele Frauen bleiben nach Auskunft der Union beim beruflichen Aufstieg noch auf einer unteren Ebene stehen, obwohl sie qualifiziert und kompetent sind. Dabei sind Frauen ehrgeizig und setzen sich für ihren Beruf in hohem Maße ein, stellt Norbert Wrede fest. Auch haben Frauen in Berufen, in denen Kommunikationsfähigkeit und Multitasking gefragt sind, gegenüber ihren männlichen Kollegen die besseren Karten.

Alle Unternehmen sollten deshalb – auch im eigenen Interesse – Frauen den Weg in höhere Positionen durch interne Vorgaben, Zielkorridore, Mentoringprogramme oder individuelles Coaching und Berichtspflichten der Vorgesetzten noch klarer aufzeigen. Viele deutsche Betriebe erzielen mit diesen Instrumenten schon heute sichtbare Erfolge.

(Quelle:CDU/CSU Bundestagsfraktion, step2step)

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