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Betriebskitas rücken in den Fokus 15.05.2008

Die Zeiten sind günstig: Um die guten weiblichen Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, setzen immer mehr Firmen auf eine betrieblich unterstützte Kinderbetreuung. Das gleichnamige Förderprogramm wird jetzt intensiv vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich damit zum Ziel gesetzt, rund 4300 zusätzliche Kita-Plätze für Kleinkinder aufzubauen. Das Programm wird dabei mit Mitteln aus dem europäischen Sozialfonds gespeist. Bis zum Jahr 2011 sollen rund 50 Millionen Euro ins Projekt fließen. Mit dem Programm sollen vor allem kleine bis mittelständische Firmen die Chance erhalten, ihren Mitarbeiter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Dort halte sich nämlich nach Ansicht der Familienministerin hartnäckig das Vorurteil, dass sich solche Projekte nur in großen Konzernen wirklich lohnen.

Mittlerweile gibt es aber viele gute Beispiele von betrieblichem Engagement, gerade in kleineren bis mittleren Unternehmen. In den Chefetagen habe man erkannt, dass beide Seiten, die Beschäftigten und die Unternehmen von einer betrieblich organisierten oder unterstützten Kinderbetreuung profitieren. „Gute Mitarbeiter kehren schnell an ihren Arbeitsplatz zurück und sind insgesamt motivierter, weil sie ernst genommen werden“, erklärt der Geschäftsführer und Motivationscoach Norbert Wrede aus Bonn.

Was das Bundesfamilienministerium nun fördert, ist die Schaffung zusätzlicher Betreuungsgruppen für Kinder von Mitarbeitern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr. Pro Platz wird ein Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der laufenden Betriebskosten, maximal aber 6000 Euro gewährt. Um die Förderung zu erhalten, müssen neue Plätze geschaffen werden. Eine Gruppe sollte dabei wenigstens sechs Plätze enthalten. Nur in besonderen Ausnahmefällen dürfen es weniger sein.

Neu ist, dass Betriebe, die sich jetzt für eine solche Unterstützung ihrer Mitarbeiter interessieren, finanzielle Unterstützung erhalten. So bekommen sie Informationen über die Servicestelle Betriebliche Kinderbetreuung, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen wurde. Hier erhalten Unternehmen Informationen zum Antragsverfahren und zu den Voraussetzungen einer Unterstützung. Insbesondere Firmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern können profitieren. Um die Förderung zu erhalten, muss der Unternehmenssitz in Deutschland liegen und die Firma sollte sich bereits mit einer Kinderbetreuungsstelle in Verbindung gesetzt haben.

In den kommenden Monaten werden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Teams der Servicestelle auf Messen und Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet präsent sein, um dort Fragen zum Förderprogramm zu beantworten. Die Info-Tour hat jetzt begonnen und wird sich in den nächsten Monaten fortsetzen.

(Quelle:Bundesfamilienministerium, step2step)

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