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Man kann nicht immer topmotiviert sein 10.05.2008

Manchmal ist einfach die Luft raus. Wer täglich 200 Prozent geben muss, braucht auch mal eine Pause. Wer als Chef erkennt, dass seine Mitarbeiter nicht immer topmotiviert sind und dies auch zulässt, hat schon viel gewonnen.

Unmotivierte Mitarbeiter sind verpönt. Lieber schmücken sich die Chefs mit einem hochmotivierten, leistungsstarken Team. „Wer merkt, dass seine Leute sich hängen lassen, das Projekt hakt, an dem alle zusammen arbeiten, sollte sie auf keinen Fall unter Druck setzen. Denn alle Zustände haben ihre Daseinsberechtigung, die Motivation genauso wie die Unmotiviertheit“, erklärt der Geschäftsinhaber der Personalserviceagentur step2step und Coach Norbert Wrede.

Lösungsorientiertes Handeln ist jetzt gefragt: Es gehe nicht darum zu fragen, warum etwas nicht funktioniert, sondern wie die Situation verändert werden kann. Wer sich fragt, wo er weitere Ressourcen herbekommt, ist effektiver als jemand der fragt, warum klappt es nicht. „Jeder sollte sich die Frage stellen, was er tun kann, um die Situation zu verändern“, sagt Norbert Wrede vom Wrede Institut.

„Sicher ein motiviertes Team bringt Höchstleistungen, die sich für das Unternehmen in Umsatzzahlen ausdrückt. Doch müssen sich viele Führungskräfte einmal vor Augen halten, dass auch sie nicht permanente Bestleistung zeigen können, auch wenn sie es wollen“, fügt Wrede hinzu. Man müsse sich auch mal hängen lassen dürfen im Job, solange es sich nur um eine kurze Phase handelt.

Manchmal reichen ein paar herzliche warme Worte vom Vorgesetzten oder den Kollegen aus, um motivierter bei der Sache zu sein. „Es gibt natürlich immer noch viele Firmen, die meinen, wenn sie ihren Leuten eine Prämie zahlen, diese genug motiviert sind, den Job weiterzumachen“, meint Norbert Wrede, der für einen gesunden Mix aller Maßnahmen plädiert. Während es nämlich für den einen motivierend genug ist, eine dicke Prämie zu kassieren, hilft es dem anderen, wenn er Anerkennung durch ein paar nette Worte vom Team erhält. Eine individuelle Herangehensweise sei hier angebracht.

Auch sollte der Mitarbeiter sich nicht scheuen, eine antriebslose Phase ruhig seinem Chef zu gestehen mit dem Hinweis, dass er wisse, dass er auch unmotiviert einen guten Job machen müsse. Führungskräfte müssten auf der anderen Seite lernen, damit umzugehen und nicht immer die volle Motivation von ihren Mitarbeitern zu verlangen. „Ein bisschen mehr Verständnis auf allen Ebenen wäre wünschenswert“, meint Wrede. Die Unterschiede sind sehr mannigfaltig, die Mischung macht’s.

(Quelle:step2step)

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