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| Mitarbeiterrankings demotivieren |
29.04.2008 |
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„Leistungsvergleiche zwischen verschiedenen Unternehmenszweigen, aber auch unter Mitarbeitern einer Abteilung sind in der heutigen Wirtschaftswelt an der Tagesordnung. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichte.
Leistungsanreize seien förderlich für die tägliche Arbeit, heißt es darin. Die meisten Unternehmen nutzen dabei eine Entlohnungsstrategie. Wer besonders motiviert ist und viel leistet, bekommt auch mehr Geld, so die einfache Formel. Dabei verkennen viele Firmen, dass es dabei auch relevant ist, wie die Mitarbeiter untereinander zu einander stehen. Wer erfährt, dass er sich mit einem moderaten Leistungsschub verbessern kann, wird dies voraussichtlich auch tun. Allerdings kann ein gut gemeinter Leistungsschub auch nach hinten losgehen und einen Mitarbeiter, der sich selber hinter den anderen sieht, demotivieren. „Wer selber meint, er liege aussichtslos weit hinter den anderen zurück, wird wahrscheinlich seinen Arbeitseinsatz deshalb zurückfahren, weil er keinen Sinn in weiterer Anstrengung sieht“, erklärt Coach Norbert Wrede vom gleichnamigen Institut in Bonn.
Vereinzelt fühlen sich Mitarbeiter zwar durch den Vergleich mit anderen kurzfristig angespornt, doch langfristig fahren sie, wenn sie schwächer sind, ihren Arbeitseifer auf ein Minimum zurück. Wrede rät deshalb zu anderen Motivationsmethoden, die nicht unbedingt den direkten Vergleich der Mitarbeiter beinhalten. Auch wenn Mitarbeiter merken, dass ihre Möglichkeiten beschnitten werden, dann sind sie in der Regel auch weniger leistungsbereit. Da können Führungskräfte dann nicht auf irgendwelche Knöpfe drücken und sagen: „Jetzt sei mal motivierter.“
Viel wichtiger ist es deshalb, die Mitarbeiter darin zu unterstützen, ihre eigenen Prioritäten und Stärken ausleben zu können. „Wenn sie in der Firma Platz haben, herauszufinden, ob ihr Talent richtig eingesetzt wird, bedarf es keiner großartigen Motivationsstrategie mehr“, so Wrede. Wenn die Mitarbeiter von sich sagen: Ja, ich lebe mein Talent und bin auf dem richtigen Spielfeld, dann wird es auch keine Motivationsprobleme geben.
(Quelle:step2step)
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