Home
Unser Angebot
Potential-Analysen
Personalanfrage
Vorteile der Zeitarbeit
Überlassungsbereiche
Personalanfrage
Stundensatz-Kalkulator
HR Development
Outsourcing
Outplacement
Downloads
Webcam Bonn
Bonn im Internet

News

Ungleichheit als Prinzip 23.06.2004
Lange galten am Arbeitsplatz Unterordnung und Anpassung als Tugend. Doch zunehmend entdecken Arbeitgeber, dass gerade die Vielfalt von Ideen, Ansichten und Lebensentwürfen ihren Reiz hat. In den USA gibt es schon lange ein Wort dafür: Diversity. So richtig übersetzen lässt es sich nicht. Aber die Idee haben viele auch in Deutschland inzwischen verstanden: Es macht nichts, wenn nicht alle gleich sind. Im Gegenteil: Von Unterschieden kann man profitieren. Sogar für die Bilanzen kann es von Vorteil sein, wenn die Belegschaft möglichst bunt ist, allein erziehende Mütter neben schwulen Paaren oder Vätern in Teilzeit arbeiten, ältere Arbeitnehmer genauso Wertschätzung genießen wie junge Migranten aus Polen oder Gambia. „Die Unternehmen, die auf Diversity setzen, machen das nicht in erster Linie aus ethischer Motivation“, sagt Michael Stuber von der Unternehmensberatung „mi.st Consulting“ in Köln. „Sie machen das, weil eine vielfältige Belegschaft kreativer und erfolgreicher ist.“ Wer lernt, offen und vorbehaltsfreier mit Unterschieden umzugehen, habe auch im Umgang mit Kunden einen besseren Stand – „und entdeckt eher Marktsegmente, die zuvor schlicht übersehen wurden“, erläutert der Diversity-Experte.

„Wer ganz unterschiedliche Mitarbeiter hat, hat auch bessere Chancen, ganz unterschiedliche Kunden zu verstehen“, bestätigt Barbara Davis, Diversity-Managerin der Commerzbank in Frankfurt. Vielfalt ist in solchen Unternehmen längst ein Tatsache: „Vor 100 Jahren waren in der Bank nur Männer mit gleichem gesellschaftlichen Hintergrund beschäftigt“, sagt David. „Heute haben wir Mitarbeiter 78 verschiedener Nationalitäten, ganz unterschiedlichen Alters und mit sehr unterschiedlichen Einstellungen.“ Für den Arbeitgeber sei das durchaus von Vorteil, stellen sich heterogene Teams doch oft als produktiver heraus.

Übrigens: Insbesondere Köln scheint in Sachen Diversity eine Vorreiterrolle einzunehmen. So ging der „Sonderpreis Diversity“ des Wettbewerbs „Deutschlands beste Arbeitgeber“ in diesem Jahr in die auch überregional als multikulturell bekannte Metropole. Den Preis erhielten die Ford-Werke für ihre lange Erfahrung mit einer „bunten Belegschaft“: „Integration hat bei uns Tradition“, sagt Hans Jablonski, Diversity-Manager in der Ford-Konzernzentrale in Köln. „Wir waren 1961 das erste deutsche Unternehmen, das türkische Mitarbeiter eingestellt hat. Heute sind in der Produktion fast ein Viertel der Beschäftigten Türken.“

Doch umfasst das Diversity-Konzept längst viel mehr als nur den fairen Umgang mit Kollegen, die keinen deutschen Pass in der Tasche haben. So hat der Autohersteller zum Beispiel ein Projekt gestartet, bei dem Kollegen mit einem Handicap besser integriert werden. Ein Beispiel dafür: „Wir haben eine türkische Kollegin, die wegen körperlicher Einschränkungen ihre ursprüngliche Tätigkeit in der Fertigung nicht mehr ausüben konnte und deswegen Probleme hatte“, erzählt Jablonski. „Jetzt fährt sie in der Endkontrolle Fahrzeuge vom Band und kann ihre Fähigkeiten wieder voll einsetzen.“ Gewinner seien zuerst die Mitarbeiter, sagt Jablonski, „aber ebenso der Werkleiter, der so einen Leistungsträger mehr hat.“

(Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger)

zurück zu s58.html zur News-Übersicht

nach obennach oben  
step2step  Personalservice  GmbH
Wenzelgasse 1 53111 Bonn Tel.: 0228/690001 Fax.: 0228/690314
Zeitarbeit, Personalberatung und Stellenangebote für die Regionen Bonn, Köln, Düsseldorf